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Fotografie für Models - Der Anteil an der Fotografie, der dir hilft bessere Bilder zu machen

In diesem Artikel möchte ich dir Fotografie die Kunst der Fotografie Näher bringen - also nutze bitte das Inhaltsverzeichnis, um direkt zum interessanten Teil des Artikels für dich zu springen. Bitte beachte, dass ich nur mit weiblichen Models zusammenarbeite und die Tipps daher die Posing Tipps für Frauen besser passen. Vergiss bitte aber auch nicht, dass die Regeln, die ich dir hier zeige, nicht in Stein gemeißelt sind, sondern eher dir eine gute Grundlage bieten sollten.

Inhaltsverzeichnis

Welche Fotos sollen gemacht werden

Bitte überlege dir welche Fotos gemacht werden sollen. Zu sagen, dass du "keine Nacktfotos" machen möchtest ist ungefähr so, wie wenn du in einem Restaurant sagst "kein Huhn". Es gibt so viel, was man machen kann, je genauer dass du es sagen kannst (und "einfach eine Runde durch die Stadt gehen und coole Orte finden versuchen" ist was sehr genaues).

Ich habe Frauen schon mit und ohne Kleidung fotografiert und kann dir sagen, dass mir das ziemlich egal ist, wie viel du an hast. Manche Ideen klappen mit bestimmten Outfits besser als andere (und ja, ich sehe "nichts" als ein mögliches Outfit an), aber ich - und ich hoffe ich darf da für jeden Fotografen sprechen - habe immer Ideen, die keine Nacktheit brauchen.

Kommuniziere auch klar, ob der Fotograf dich führen soll oder ob du deine Ideen eigenständig umsetzen möchtest.

Denken wie ein Fotograf

Fotografen sehen die Welt anders - vor allem sehen sie nicht alles auf einmal. Wenn du vor einer schönen Location stehst, dann versuch dir vorzustellen dort Fotos zu machen? Versuche dir dabei folgende Fragen zu stellen:

  • Was möchte ich als Hintergrund haben?
  • Wo steht die Sonne?
    • Stehe ich in der Sonne / beleuchtet die Sonne den Hintergrund
  • Was beleuchtet die Sonne?
  • Wie möchte ich das Bild zugeschnitten haben?
  • Wäre hier Hoch / Querformat besser?
  • Was soll alles von mir auf dem Bild sein?

Wie schaut der Hintergrund aus?

Der Hintergrund ist wohl eines der wichtigsten Bestandteile eines Fotos - außer du selbst natürlich. Ein Hintergrund kann leicht ablenkend wirken, kann aber auch dazu beitragen eine Stimmung zu erzeugen. Denke daran, dass du zwischen 22° und unter 5° vom Hintergrund sieht - und damit meine ich die Grad, die man am Geo-Dreieck sieht. Und das ist echt nicht viel.

Schau auch, dass du nicht direkt am Hintergrund stehst und dass die Struktur gleichmäßig ist. Ich persönlich mag es bei manchen Fotos nicht Bäume in Hintergrund zu haben.

Wo steht die Sonne?

Möchtest du bei der Aufnahme eines Fotos geblendet werden? Am einfachsten ist es, wenn die Sonne hinter dir ist - oder es ist ein bewölkter Tag. Wenn möglich kannst du dich auch in den Schatten begeben - das sorgt dafür dass der Unterschied zwischen Hell und dunkel weniger stark ausgeprägt ist.

Wenn die Sonne dich beleuchtet und der Hintergrund im Schatten ist, dann wird der Hintergrund sehr dunkel wirken, umgekehrt wird der Hintergrund sehr hell sein.

Was beleuchtet die Sonne?

Dass die Sonne entweder die Erde oder den Mond beleuchtet - darüber möchte ich jetzt nicht reden. Wichtig ist mir hier die Tatsache, ob die Sonne dich indirekt trifft. Ein paar Beispiele sind:

  • Baumstämme (reflektieren meist braun, und durch eine raue Rinde eher wenig. Die Seite, die näher am Baum ist wird leicht brauner aussehen)
  • Gras (reflektiert grün. WICHTIG: Du möchtest eine grüne Reflektion so gut es geht vermeiden - wenn du bzw. deine Haut grün aussehen, dann wirkt das so, als ob du Krank wärst)
  • Schwarzer Asphalt (schwarz reflektiert kaum, auch nicht ideal)
  • Hellgrauer Asphalt (Durch die fast weiße Farbe ideal um Schatten von unten aufzufüllen - besonders gut bei Frauen)
  • Die Sonne ist hinter mir und ich schaue auf ein blaues Gebäude (Die Sonne reflektiert am blauen Gebäude und macht dich überdurchschnittlich Blau - das kann die Kamera korrigieren, macht aber alles überdurchschnittlich Orange - Ideal für den Herbst)

Wie die Sonne steht und was es anstrahlt macht sehr viel aus - unterschätze also auf keinem Fall deine Umgebung.

Bildzuschnitt / Hoch-Querformat / Was soll alles von dir auf dem Bild sein.

Hier kann dir auch eine kleine Bastelstunde helfen, aber das ganze Mal der Reihe nach: Auch wenn der Ort schon ziemlich gut passt, muss dir das Bild auch noch gefallen. Und dazu gehört auch, wie du das Bild verwenden möchtest. Meine Foto Alben sind im Querformat, also kann ich Bilder im Querformat größer darstellen als im Hochformat. Werde dir über die Gründe klar, weswegen du ein Foto machen möchtest und kommuniziere das auch. Ein paar Beispiele (Breite:Höhe)

  • 2:3 -> Hochformat der meisten Kameras, auch fast A4 Hochformat
  • 3:2 -> Querformat der meisten Kameras, auch fast A4 Querformat
  • 16:9 -> Modernes Format für Filme
  • 4:5 bzw. 8:10 -> Hochformat für Instagram
  • 4:3 -> Altes Format für Filme, gibt auch Kameras, die dieses Format nutzen

Nun zur Bastelstunde: Du kannst dir das auch aus Pappe ausschneiden und mit dem Ausschnitt durch die Location gehen. Je weiter du es von dir weg hältst, desto weniger ist drauf. Genauso geht es uns Fotografen mit der Brennweite. Je größer die ist, desto weiter musst du deinen Rahmen von dir weg halten.

Posing

Posing ist wohl einer der wichtigsten Sache bei der Fotografie von Menschen. Ich versuche dir die Grundidee so zu vermitteln, damit man sie auch gut verstehen kann - sei mir bitte nicht böse, wenn das nicht ganz ideal rüber kommt....

Frauen

Das Posing von Frauen ist recht einfach und man muss nur zwei Sachen im Hinterkopf haben:

  1. Die Kurven einer Frau wollen betont werden
  2. Die Posen sollen eine Frau leicht "unterwürfig" zeigen, dies wird als "lieb", "brav" bzw. hübsch aufgefasst.

Kurven betonen

Das Hauptziel beim Posing von Frauen ist es die natürlichen Kurven zu betonen. Im folgenden präsentiere ich eine Liste von möglichen Bewegungen und zeige dir die Kurven, die dadurch entstehen werden.

Seitlich

Die folgende Liste gilt für ein Foto, dass dich seitlich zeigt

  • Verlagere dein Gewicht auf das Bein, das weiter weg von der Kamera ist. (Verdeckt bei einem Akt Shooting den Intimbereich - betont deinen Po)
  • Mach ein starkes Hohlkreuz (Verstärkt die Rundung des Pos und der Rücken bekommt eine weitere Rundung hinzu)
Frontal

Die folgende Liste gilt für ein Foto, dass dich frontal zeigt

  • Verlagere das Gewicht auf ein Bein. Ziehe das Knie des Beins, das nicht belastet ist zu dem Knie des anderen Beines (Kurven beim Knie und der Hüfte)
  • Bewege deinen Oberkörper (der Drehpunkt ist der Bauchnabel) zu dem Fuß, wo kein Gewicht drauf ist
  • Achte beim Abbiegen deiner Arme, dass sie möglich rund sind (Ecken / spitze Winkel vermeiden)

Unterwürfig zeigen

Auch wenn das richtig böse klingt, so ist es doch richtig leicht zu merken. Vergiss bitte während der Erklärung nicht, dass Sachen, die näher an der Kamera sind größer wirken.

Unterwürfig ist hier übrigens das Gegenteil von Eitel. Bitte beachte, dass je nachdem wie du auf dem Foto wirken magst, auch genau das Gegenteil gut aussehen kann.

Stell dir vor du schaust gerade nach vor. Wenn du den Kopf in den Nacken gibst, schaust du eitel aus (und da reichen schon 10° bis 15° an Drehung nach oben), wenn du das gleiche nach unten machst, dann schaut es unterwürfig aus. Bitte verändere bei der Bewegung nicht den Ort, wo du hinschaust.

Aber warum ist unterwürfig gut? Wenn ein Fotograf das verstärken möchte, dann wird er dich übrigens leicht von oben fotografieren. Da Dinge, die näher bei der Kamera sind nun größer wirken - und das sind hier die Augen - schaut es gut aus.

Allgemein

Und im folgenden noch ein paar allgemeine Tipps zum Posen, die immer gültig sind - unabhängig vom Geschlecht

Hände leiten

Hände sind im Alltag für vieles da, in der Fotografie sind sie wie zwei große Pfeile. Wo die Hände liegen, wandert der Blick hin, wenn die Hände nicht im Bild sind, dann gibt es auch keinen Ort, zu dem hin geleitet wird. Platziere also die Hände dorthin, wo man hinschauen soll.